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UAPpedia

1986 (genaues Datum nicht veröffentlicht) · Wasserkraftwerk Palmar, Río Negro · UY

Lichtkugel über dem Palmar-Staudamm (Uruguay, 1986)

Status: amtlich erfasst (Fuerza Aérea Uruguaya, CRIDOVNI) — als ungeklärt geführt, Akte nicht öffentlich [3]Bearbeitungsstand: Redaktionell geprüftmilitaerluftwaffepilotensichtungbehoerdenaktelichterscheinunginfrastruktur

Zusammenfassung

Im Jahr 1986 meldeten die Besatzungen zweier Erdkampfflugzeuge vom Typ IA-58 Pucará der uruguayischen Luftwaffe bei einem Übungsflug ein leuchtendes, rundes Objekt über dem Wasserkraftwerk Palmar am Río Negro, einem Flugbeschränkungsgebiet. Beim Versuch, sich dem Licht zu nähern, soll es mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Argentinien ausgewichen und kurz darauf über dem Damm wieder aufgetaucht sein, wobei es seine Farbe wechselte. Der langjährige Leiter der Luftwaffenkommission CRIDOVNI, Oberst Ariel Sánchez, brachte den Fall mit einem zeitgleichen Stromausfall in Montevideo in Verbindung, ließ einen ursächlichen Zusammenhang aber ausdrücklich offen. Der Fall ist nach Presseberichten von 2009 Teil der rund 40 von etwa 2.100 Meldungen, die CRIDOVNI als ungeklärt führt. Das genaue Datum, Radardaten und die Akte selbst sind öffentlich nicht zugänglich.

Evidenzprofil

Einzelfaktoren zur Dokumentationslage mit Herleitung — bewusst ohne Gesamtwertung. Was fehlt, wird als Datenlücke benannt.

Amtliche Bearbeitung

CRIDOVNI-Fallakte, als ungeklärt geführt

Herleitung: q1, q3.

Datenlücke: Akte nicht veröffentlicht; genaues Datum unbekannt.

Begleitumstände

zeitgleicher Stromausfall in Montevideo

Herleitung: q3 (Aussage Sánchez).

Datenlücke: Keine unabhängige Quelle zum Stromausfall gesichtet.

Sensordaten

keine öffentlich bekannt

Herleitung: Weder q1 noch q3 erwähnen Radar- oder Bildaufzeichnungen.

Zeugenlage

Besatzungen zweier Pucará der Luftwaffe

Herleitung: q1, q2, q3.

Datenlücke: Namen und Zahl der Besatzungsmitglieder nicht veröffentlicht.

Ablauf des Ereignisses

  1. 1979

    Die uruguayische Luftwaffe richtet die Kommission CRIDOVNI ein, die Meldungen über unidentifizierte Flugobjekte entgegennimmt und prüft. [3]

  2. 1986, Übungsflug

    Zwei Pucará-Flugzeuge der Luftwaffe bemerken über dem Damm des Wasserkraftwerks Palmar, in einem Flugbeschränkungsgebiet, ein leuchtendes rundes Objekt, das scheinbar über der Anlage steht. [1] [2] [3]

  3. 1986, Annäherungsversuch

    Als die Piloten sich nähern, entfernt sich das Licht laut den Berichten mit sehr hoher Geschwindigkeit in Richtung Argentinien und ist nicht mehr zu erreichen. [2] [3]

  4. 1986, kurz darauf

    Das Objekt erscheint erneut über dem Damm, wechselt die Farbe und verschwindet wieder mit hoher Geschwindigkeit. Etwa zur selben Zeit fällt in Montevideo der Strom aus; CRIDOVNI-Leiter Sánchez nennt später die Überhitzung einer vom Damm abgehenden Leitung als Ursache. [2] [3]

  5. Juni 2009

    Die Luftwaffe gewährt der Zeitung El País Einblick in ihre Unterlagen: Von rund 2.100 Meldungen seit 1979 gelten etwa 40 als ungeklärt; der Palmar-Fall wird als eines der Beispiele genannt. [1] [2] [4] [5]

  6. 2013

    Oberst Ariel Sánchez bewertet die Pilotenaussagen im Interview als sehr glaubwürdig und ordnet Fälle dieser Art einer hohen Wahrscheinlichkeit für ein unkonventionelles Phänomen zu. [3]

Ort

Wasserkraftwerk Palmar, Río Negro — vereinfachte Weltkarte (Natural Earth). Die interaktive Karte mit Zoom lädt nach Ihrer Zustimmung oben; alle Fallorte stehen zusätzlich als Liste bereit.

Beteiligte

Zeugen

Organisationen

    Quellen & Medien

    Medien

    Represa de Palmar
    Provenienz:
    Wikimedia Commons · Marcelo Campi (Flickr) · Lizenz: CC BY-SA 2.0
    Urheber:
    Marcelo Campi (Flickr)
    Lizenz:
    CC BY-SA 2.0
    Rechtestatus:
    lizenziert
    sha256:
    417a4c36bb4a8b9f4f71333a8ccc5260…
    FMA IA-58 Pucará der uruguayischen Luftwaffe
    Provenienz:
    Wikimedia Commons · Lux Valens · Lizenz: CC BY-SA 3.0
    Urheber:
    Lux Valens
    Lizenz:
    CC BY-SA 3.0
    Rechtestatus:
    lizenziert
    sha256:
    2011d7b5fa11f084906b5d43f698c670…

    Quellenverzeichnis

    1. [1] Presse Hay aún 40 casos de ovnis sin explicación — El País (Uruguay), Daniel Isgleas, 07.06.2009 · Presseauswertung der von der Luftwaffe geöffneten CRIDOVNI-Unterlagen · Original unter elpais.com.uy (Pfad 090607/pnacio-421863) nicht mehr selbst geöffnet; Inhalt über die Übersetzung (q2) und den spanischen Nachdruck (q4) erschlossen.
      abgerufen am 06.10.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
    2. [2] Presse Air Force Declassified Uruguay Files, ET Hypothesis Not Dismissed — The Truth Room (Blog), Übersetzung von Scott Corrales, 18.06.2009 · englische Übersetzung von q1 (Fallbeschreibung, Statistik)
      abgerufen am 06.10.2026
    3. [3] Interview Interview with Col. Ariel Sánchez of the Uruguayan Air Force UFO Commission CRIDOVNI — Open Minds (J. Antonio Huneeus, Yohanan Díaz Vargas), Open Minds Magazine 2013, online 02.08.2020 · Aussage des CRIDOVNI-Leiters zu Ablauf, Stromausfall und Bewertung
      abgerufen am 06.10.2026
    4. [4] Presse Fuerza Aérea Uruguaya desclasifica — The Bongiovanni Family (Nachdruck des El-País-Artikels), 23.10.2009 · spanischer Nachdruck von q1
      abgerufen am 06.10.2026
    5. [5] Behördendokument CRIDOVNI-Fallakte Palmar 1986 — Fuerza Aérea Uruguaya, Comisión Receptora e Investigadora de Denuncias de Objetos Voladores No Identificados, 1986 · amtliche Fallakte · Existenz nur über q1 und q3 belegt; Akte nicht veröffentlicht und nicht eingesehen.
      abgerufen am 06.10.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt

    Erklärungsansätze

    Konventionelle und ungeklärte Deutungen werden formal gleichrangig dokumentiert.

    Unkonventionelles, nicht identifiziertes Flugobjekt

    Vertreten von: Oberst Ariel Sánchez (CRIDOVNI), laut Interview 2013

    Dafür: Zwei militärische Besatzungen, übereinstimmende Beschreibung von Ausweichbewegung und Farbwechsel; Fall von der zuständigen Kommission als ungeklärt geführt.

    Dagegen: Keine veröffentlichten Radar-, Funk- oder Bilddaten; Datum und Akteninhalt unbekannt. Die Bewertung stammt von der Stelle, die den Fall selbst untersuchte.

    diskutiert

    Fehlwahrnehmung eines hellen Himmelskörpers oder einer fernen Lichtquelle aus dem Cockpit

    Vertreten von: allgemeiner Prüfansatz der Redaktion; in den gesichteten Quellen für diesen Fall nicht ausgearbeitet

    Dafür: Helle Planeten oder Sterne in Horizontnähe können Piloten scheinbar ausweichen, wenn das eigene Flugzeug manövriert; Farbwechsel tritt bei tief stehenden Lichtquellen durch die Atmosphäre auf.

    Dagegen: Die Berichte beschreiben das Licht als über dem Damm stehend und sich rasch entfernend; ohne Datum lässt sich die Himmelsstellung nicht prüfen.

    offen

    Zusammenhang zwischen Lichterscheinung und Stromausfall

    Vertreten von: von Sánchez als Frage aufgeworfen, nicht behauptet

    Dafür: Zeitliches Zusammentreffen laut CRIDOVNI-Leiter; Ausfall durch Überhitzung einer Leitung vom Damm.

    Dagegen: Sánchez selbst erklärt, ein ursächlicher Zusammenhang habe sich nie feststellen lassen; technische Störungsberichte des Energieversorgers liegen nicht vor.

    offen

    Widersprüche & offene Fragen

    • Aussage A: El País 2009 (q1/q2): Das Objekt wechselt beim zweiten Auftauchen von Rot zu Gelb.

      Aussage B: Interview Sánchez (q3): Farbwechsel von gelblich-weiß zu rötlich-orange.

      Reihenfolge der Farben unterschiedlich überliefert; Originalakte nicht zugänglich.

    • Aussage A: q2: Das Objekt taucht wieder auf, als die Piloten zur Basis zurückkehren.

      Aussage B: q3: Das Objekt taucht wenige Minuten später erneut auf.

      Zeitlicher Ablauf zwischen beiden Sichtungen unklar.