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UAPpedia

10.–16. November 2004 · Pazifik vor Baja California (Übungsgebiet der Nimitz-Gruppe) · US

USS Nimitz — die „Tic-Tac“-Begegnung (November 2004)

Status: offiziell untersucht (AATIP/AARO) — unaufgelöst in Teilen [2]Bearbeitungsstand: Redaktionell geprüftmilitärischmarineoffizielles-videoradarflirpazifik

Zusammenfassung

Zwischen dem 10. und 16. November 2004 registrierte der Kreuzer USS Princeton der Nimitz-Trägergruppe vor der Küste Südkaliforniens/Baja Californias über mehrere Tage wiederkehrende Radarkontakte mit ungewöhnlichen Höhenwechseln. Am 14. November wurden zwei F/A-18F-Besatzungen zum Abfangen geschickt: Kommandant David Fravor und Pilotin Alex Dietrich beschrieben ein weißes, längliches Objekt („Tic Tac“) ohne sichtbare Trag- oder Steuerflächen über einer gestörten Wasseroberfläche, das sich abrupt entzog. Ein späterer Flug zeichnete das FLIR1-Video auf, dessen Echtheit das US-Verteidigungsministerium 2020 amtlich bestätigte. Für Teile der Videodarstellung existieren Sensor-Erklärungsansätze; eine dokumentierte Gesamterklärung des Ereignisses gibt es nicht.

Evidenzprofil

Einzelfaktoren zur Dokumentationslage mit Herleitung — bewusst ohne Gesamtwertung. Was fehlt, wird als Datenlücke benannt.

Sensorlage

Radar (mehrtägig) + Infrarot (FLIR1) + vier Augenzeugen in zwei Jets

Herleitung: NYT-Recherche (q1), amtliche Freigabe (q2), Video (q3).

Datenlücke: Radar-Rohdaten nicht öffentlich; FLIR1 zeigt ein NICHT sicher identisches Objekt zum Sichtkontakt.

Amtliche Bestätigung

Videoechtheit amtlich bestätigt; Fall Gegenstand offizieller Programme

Herleitung: DoD-Statement (q2), Anhörung 2023 (q4).

Datenlücke: Echtheit ≠ Aussage über die Natur des Objekts.

Berichtszeitpunkt

öffentliche Berichte 13 Jahre nach dem Ereignis

Herleitung: Ereignis 2004, Veröffentlichung 2017 (q1).

Datenlücke: Erinnerungsverzerrungen über die Jahre nicht ausschließbar.

Gegenanalysen

substanzielle Sensor-Gegenanalysen zum Video vorhanden

Herleitung: Metabunk (q5).

Datenlücke: Gegenanalysen adressieren primär FLIR1, nicht das Gesamtereignis.

Ablauf des Ereignisses

  1. ab ca. 10. Nov 2004

    Die USS Princeton registriert über mehrere Tage wiederkehrende Radarkontakte, die u. a. aus über 20 km Höhe in kurzer Zeit auf niedrige Höhen wechseln (Berichte des Radar-Operators Kevin Day). [1] [6]

  2. 14. Nov 2004, vormittags

    Zwei F/A-18F werden vom Übungsflug zum Abfangen umgeleitet. Fravor und Dietrich sichten ein weißes, längliches Objekt ohne sichtbare Flügel über einer gestörten Wasseroberfläche; es reagiert auf Fravors Annäherung und verschwindet abrupt. [1] [4]

  3. 14. Nov 2004, später

    Eine weitere Besatzung (Pilot Chad Underwood) erfasst ein Objekt mit dem ATFLIR-Pod — das später als FLIR1 bekannte Video entsteht. Ein Sichtkontakt gelingt dabei nicht. [3] [6]

  4. 16. Dez 2017

    Die New York Times macht Fall und AATIP-Programm öffentlich; FLIR1 kursiert zunächst über To The Stars Academy. [1]

  5. 27. Apr 2020

    Das US-Verteidigungsministerium gibt FLIR1 (mit GIMBAL/GOFAST) offiziell frei und bestätigt die Echtheit der Aufnahmen. [2]

  6. 26. Jul 2023

    Fravor bekräftigt seine Schilderung unter Eid vor einem Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses. [4]

Ort

Pazifik vor Baja California (Übungsgebiet der Nimitz-Gruppe) — interaktive Kartenansicht derzeit nicht verfügbar (schematische Ersatzgrafik, keine echte Weltkarte). Fallorte stehen als zugängliche Liste bereit.

Beteiligte

Zeugen

Organisationen

    Quellen & Medien

    Medien

    Provenienz:
    US-Verteidigungsministerium (DoD), am 27.04.2020 offiziell freigegeben; Kopie über Wikimedia Commons (gemeinfrei).
    Urheber:
    U.S. Department of Defense / U.S. Navy
    Lizenz:
    Public Domain (Werk der US-Bundesregierung)
    Rechtestatus:
    lizenziert
    sha256:
    5180627c0f725fcc23c5ff88988ac966
    FLIR1 — Standbild des offiziellen Navy-Videos (2004)
    Provenienz:
    Standbild aus dem offiziell freigegebenen US-Navy-Video (gemeinfrei, Werk der US-Bundesregierung).
    Urheber:
    U.S. Department of Defense / U.S. Navy
    Lizenz:
    Public Domain (Werk der US-Bundesregierung)
    Rechtestatus:
    mit Genehmigung
    Bekannte Bearbeitungen:
    Einzelbild aus dem Video extrahiert (Standbild), sonst unverändert.
    sha256:
    020304c6dd9a772352bd41f541a7719d

    Quellenverzeichnis

    1. [1] Presse Glowing Auras and ‘Black Money’: The Pentagon’s Mysterious U.F.O. Program The New York Times (Cooper, Blumenthal, Kean), 16. Dezember 2017 · Erstveröffentlichung des Falls mit Fravor-Aussagen
      abgerufen am 26.07.2026
    2. [2] Behördendokument Statement by the Department of Defense on the Release of Historical Navy Videos U.S. Department of Defense, 27. April 2020 · amtliche Freigabe der Videos FLIR1/GIMBAL/GOFAST
      abgerufen am 25.07.2026
    3. [3] Video FLIR1 — offizielle Navy-Videoveröffentlichung U.S. Navy / NAVAIR (FOIA-Lesesaal), aufgenommen 2004, freigegeben 2020 · Primärmaterial (Bordkamera-Infrarot) · Stabile NAVAIR-FOIA-Deep-URL bei Redaktionsprüfung ergänzen; PD-Medienobjekt aus Phase 9.3 an den Fall hängen.
      abgerufen am 26.07.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
    4. [4] Behördendokument Anhörung des US-Repräsentantenhauses zu UAP (Aussage David Fravor) U.S. Congress, House Oversight Subcommittee, 26. Juli 2023 · Aussage unter Eid · Protokoll-Deep-URL (congress.gov) bei Redaktionsprüfung ergänzen.
      abgerufen am 26.07.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
    5. [5] Presse Skeptische Analysen zum FLIR1-Video (Glare-/Sensor-Hypothesen) Metabunk (Mick West) u. a., 2017–2023 · Gegenrecherche zur Videointerpretation
      abgerufen am 26.07.2026
    6. [6] Presse Pentagon UFO videos Wikipedia (englisch), abgerufen 26.07.2026 · Übersichtsdarstellung mit Belegapparat
      abgerufen am 26.07.2026

    Erklärungsansätze

    Konventionelle und ungeklärte Deutungen werden formal gleichrangig dokumentiert.

    Sensor-/Kameraeffekte (IR-Glare, Tracking-Artefakte) erklären die FLIR1-Darstellung

    Vertreten von: skeptische Analysen (u. a. Mick West)

    Dafür: Mehrere Bildmerkmale lassen sich mit Pod-Mechanik und Bildverarbeitung nachstellen.

    Dagegen: Erklärt weder die mehrtägigen Radarkontakte noch die unabhängigen Sichtberichte zweier Besatzungen.

    diskutiert

    Unbekanntes Testgerät/Drohne (eigenes oder fremdes Programm)

    Vertreten von: Teile der öffentlichen Debatte

    Dafür: Übungsgebiet vor Kalifornien; Existenz geheimer Programme grundsätzlich plausibel.

    Dagegen: Kein Programm wurde je zugeordnet; berichtete Beschleunigungen passen schlecht zu bekannter Technik.

    diskutiert

    Radar-Fehlkontakte nach Systemmodernisierung der Princeton

    Vertreten von: anfängliche Bordwertung

    Dafür: Die Kontakte fielen in eine Phase nach Radar-Arbeiten.

    Dagegen: Die visuelle Bestätigung am 14. Nov spricht gegen reine Elektronikartefakte.

    teilweise gestützt

    Widersprüche & offene Fragen

    • Aussage A: Fravor beschreibt ein aktiv auf ihn reagierendes Objekt mit extremer Beschleunigung.

      Aussage B: Die skeptische Lesart hält die visuellen Eindrücke für fehlgedeutete gewöhnliche Effekte in ungewöhnlicher Situation.

      Größenangaben (≈ 12 m, „wie eine F/A-18 ohne Flügel“) und Detailschilderungen variieren leicht zwischen Interviews und Anhörung.