17. November 1986 · Luftraum über Alaska, nahe Fairbanks · US
Japan-Airlines-Flug 1628 über Alaska (November 1986)
Zusammenfassung
Am 17. November 1986 meldete die Besatzung eines Frachtflugzeugs von Japan Airlines über Alaska über mehrere Minuten Lichter und ein großes Objekt in Flugnähe. Die Flugsicherung in Anchorage verzeichnete zeitweise ein zusätzliches Radarecho. Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersuchte den Vorgang und schloss ihn ab, ohne die Radarbeobachtung als bestätigtes Objekt zu werten; der zuständige FAA-Mitarbeiter John Callahan machte die Unterlagen später öffentlich. Der Kapitän hielt an seiner Darstellung fest und wurde vom Unternehmen versetzt.
Evidenzprofil
Einzelfaktoren zur Dokumentationslage mit Herleitung — bewusst ohne Gesamtwertung. Was fehlt, wird als Datenlücke benannt.
Zeugenlage
dreiköpfige Cockpitbesatzung, im Dienst
Herleitung: FAA-Befragung (q1, q2).
Sensorlage
zeitweiliges zusätzliches Radarecho der Flugsicherung
Herleitung: Aufzeichnungen in den FAA-Unterlagen (q1).
Datenlücke: Bewertung des Echos zwischen Behörde und Beteiligten strittig.
Amtliche Bearbeitung
Untersuchung durch die Luftfahrtbehörde, Unterlagen später veröffentlicht
Herleitung: q1, q3.
Ablauf des Ereignisses
17.11.1986, ca. 17:10 Ortszeit
Die Besatzung meldet Lichter, die dem Flugzeug über längere Zeit folgen. [2]
im weiteren Verlauf
Der Kapitän beschreibt ein sehr großes Objekt; die Flugsicherung verzeichnet zeitweise ein zusätzliches Echo. [1] [2]
nach der Landung
Die FAA nimmt den Vorgang auf und wertet Radar- und Funkaufzeichnungen aus. [1]
1987
Die Untersuchung wird abgeschlossen, ohne die Radarbeobachtung als bestätigtes Objekt zu werten. Der Kapitän wird versetzt. [1] [3]
Ort
- Japan-Airlines-Flug 1628 über Alaska (November 1986)Luftraum über Alaska, nahe Fairbanks · 64.84, -147.72 (±60 km)
Beteiligte
Zeugen
Organisationen
Quellen & Medien
Zu diesem Fall sind noch keine Medien mit belastbarer Provenienz dokumentiert.
Quellenverzeichnis
- [1] Behördendokument Untersuchungsunterlagen der Federal Aviation Administration zu JAL 1628 — Federal Aviation Administration (FAA), 1986/1987 · amtliche Untersuchung samt Radar- und Funkaufzeichnungen · Teile über FOIA und die Veröffentlichung durch John Callahan zugänglich; Dokument-URLs prüfen.abgerufen am 28.07.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
- [2] Interview Aussagen von Kapitän Kenju Terauchi — Japan Airlines / FAA-Befragung, November/Dezember 1986 · Erste-Hand-Bericht der Cockpitbesatzungabgerufen am 28.07.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
- [3] Interview Darstellung von John Callahan (FAA Division Chief a. D.) — National Press Club / öffentliche Anhörungen, ab 2001 · behördeninterne Sicht auf Umgang und Aktenlageabgerufen am 28.07.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
- [4] Literatur Skeptische Analysen zu JAL 1628 — u. a. Philip J. Klass, ab 1987 · Gegenrecherche (Planeten, Radarnebenechos)abgerufen am 28.07.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
- [5] Presse Japan Air Lines Flight 1628 incident — Wikipedia (englisch), abgerufen 28.07.2026 · Übersichtsdarstellung mit Belegapparatabgerufen am 28.07.2026
Erklärungsansätze
Konventionelle und ungeklärte Deutungen werden formal gleichrangig dokumentiert.
Fehlinterpretation von Planeten (Jupiter/Mars) und Lichtern am Boden
Vertreten von: skeptische Analysen
Dafür: Jupiter und Mars standen zur fraglichen Zeit tief am Himmel in der beschriebenen Richtung.
Dagegen: Erklärt die vom Kapitän beschriebene Größe und die zeitweiligen Radarechos nicht vollständig.
Radarnebenechos und Wetterreflexionen
Vertreten von: FAA-nahe technische Deutung
Dafür: Nebenechos sind bei den damaligen Anlagen dokumentiert.
Dagegen: Die zeitliche Übereinstimmung mit der Sichtmeldung bleibt unerklärt.
Nicht identifiziertes Objekt in Flugnähe
Vertreten von: Cockpitbesatzung
Dafür: Übereinstimmende Aussagen von drei Besatzungsmitgliedern über mehrere Minuten.
Dagegen: Kein unabhängig verwertbarer Sensornachweis erhalten.
Widersprüche & offene Fragen
Aussage A: Radarbeobachtung der Flugsicherung
Aussage B: amtlicher Abschluss ohne bestätigtes Objekt
Beides ist aktenkundig. Der Streit betrifft die Bewertung derselben Aufzeichnung, nicht ihre Existenz.
Aussage A: Festhalten des Kapitäns an seiner Darstellung
Aussage B: seine Versetzung durch das Unternehmen
Die Versetzung ist dokumentiert. Sie sagt nichts über die Richtigkeit der Beobachtung aus, gehört aber zur Fallgeschichte.