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UAPpedia

April 2013 (Tag nicht veröffentlicht) · Kupfermine Collahuasi, Altiplano · CL

Scheibenförmiges Objekt über der Mine Collahuasi (Chile, 2013)

Status: vom CEFAA analysiert — ein Analyst stufte als nicht erklärbar ein; Fall archiviert, Zeugen nicht mehr erreichbar [1]Bearbeitungsstand: Redaktionell geprüftfotobehoerdenaktebergbauhochlandcefaascheibe

Zusammenfassung

Im April 2013 beobachteten vier Techniker der Kupfermine Collahuasi im Hochland der Region Tarapacá nach eigenen Angaben ein scheibenförmiges Objekt, das sich langsam näherte, rund eine Stunde über der Mine stand und dann nach Osten verschwand. Einer von ihnen fotografierte es; die Bilder gelangten an das staatliche Komitee CEFAA. Ein Analyst des CEFAA schloss Lentikularwolke, Drohne, Versuchsflugzeug und Wetterballon aus und bezeichnete das Objekt als UFO. CEFAA-Leiter Ricardo Bermúdez betonte, dies sei die Einschätzung nur eines Analysten. Die Zeugen verweigerten weitere Mitarbeit, das CEFAA archivierte den Fall; Täuschung oder Bildfehler sind nicht ausgeschlossen.

Evidenzprofil

Einzelfaktoren zur Dokumentationslage mit Herleitung — bewusst ohne Gesamtwertung. Was fehlt, wird als Datenlücke benannt.

Amtliche Bearbeitung

CEFAA-Analyse durch einen Analysten plus meteorologische Stellungnahme

Herleitung: q1, q2, q4.

Datenlücke: Kein Gremienbeschluss, Bericht nicht öffentlich auffindbar.

Bildmaterial

Fotos einer Kompaktkamera; Originaldateien nicht öffentlich

Herleitung: q1.

Umgebung

Tagebau im Hochland über 4.000 m; klare Sicht typisch

Herleitung: q1.

Zeugenlage

vier Techniker, später nicht mehr kooperationsbereit

Herleitung: q1, q2.

Datenlücke: Keine schriftlichen Einzelaussagen öffentlich.

Ablauf des Ereignisses

  1. April 2013

    Vier Techniker der Mine (Elektrik, Elektronik, Fluidtechnik) sehen ein scheibenförmiges, hell gefärbtes Objekt von geschätzt 5 bis 10 m Durchmesser, das lautlos in etwa 600 m Höhe steht. [1] [2]

  2. April 2013

    Das Objekt soll rund eine Stunde über dem Gelände verharrt und sich dann nach Osten entfernt haben; ein Techniker fotografiert es mit einer Kompaktkamera. [1] [2]

  3. 2013–2014

    Die Fotos gelangen an das CEFAA. Ein Meteorologe schließt eine Lentikularwolke aus; ein CEFAA-Analyst verwirft auch Drohne, Versuchsflugzeug und Wetterballon. [1] [2] [4]

  4. Juli 2014

    Die Analyse wird öffentlich. CEFAA-Leiter Ricardo Bermúdez stellt klar, es handle sich um die Einschätzung eines einzelnen Analysten, die ein wissenschaftliches Gremium prüfen solle. [1]

  5. April 2015

    In einem weiteren Bericht heißt es, die Zeugen hätten eine weitere Zusammenarbeit abgelehnt; der Fall sei zu Vergleichszwecken archiviert worden. [2]

Ort

Kupfermine Collahuasi, Altiplano — vereinfachte Weltkarte (Natural Earth). Die interaktive Karte mit Zoom lädt nach Ihrer Zustimmung oben; alle Fallorte stehen zusätzlich als Liste bereit.

Beteiligte

Zeugen

Organisationen

    Quellen & Medien

    Medien

    Mina de Collahuasi, Chile, 2016-02-10, DD 30
    Provenienz:
    Wikimedia Commons · Diego Delso · Lizenz: CC BY-SA 4.0
    Urheber:
    Diego Delso
    Lizenz:
    CC BY-SA 4.0
    Rechtestatus:
    lizenziert
    sha256:
    7eb6759894180c09f64eb640087190e0…

    Quellenverzeichnis

    1. [1] Presse Chile Releases Official Study on UFO Photos — HuffPost (Leslie Kean), Juli 2014 · ausführliche Wiedergabe der CEFAA-Analyse und der Einschränkung durch den Leiter
      abgerufen am 06.10.2026
    2. [2] Presse UFO sighted in Chile 'not made by man,' government agency finds — Fox News, 24.04.2015 · CEFAA-Aussagen (José Lay), fehlende Mitwirkung der Zeugen, Archivierung
      abgerufen am 06.10.2026
    3. [3] Presse Caso ocurrido en marzo de 2011 sobre el Estrecho de Magallanes entre los analizados como fenómeno ovni — Radio Polar (Punta Arenas), 10.08.2016 · spätere Presseerwähnung mit abweichendem Datum (24.06.2010) und 10.200 km/h
      abgerufen am 06.10.2026
    4. [4] Behördendokument CEFAA-Analysebericht zu den Collahuasi-Fotos — CEFAA / DGAC Chile, 2014 · amtliche Bildanalyse · Nicht selbst eingesehen; Inhalt nur über q1 und q2. In den öffentlichen SEFAA-Listen (ab 2018) nicht enthalten.
      abgerufen am 06.10.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt

    Erklärungsansätze

    Konventionelle und ungeklärte Deutungen werden formal gleichrangig dokumentiert.

    Lentikularwolke

    Vertreten von: vom CEFAA geprüft

    Dafür: Im Hochland häufige, scheibenförmige, ortsfeste Wolkenform.

    Dagegen: Ein vom CEFAA hinzugezogener Meteorologe schloss sie nach Prüfung der Bilder aus.

    verworfen

    Drohne oder anderes konventionelles Luftfahrzeug

    Vertreten von: vom CEFAA geprüft

    Dafür: Drohnen waren in der Region bekannt und im Einsatz.

    Dagegen: Laut CEFAA (José Lay) eindeutig keine Drohne; die lange Schwebedauer wurde dabei nicht näher begründet.

    verworfen

    Täuschung, Bildmanipulation oder Bildartefakt

    Vertreten von: von Bruce Maccabee als einzige Alternative zu einem echten Objekt genannt; Zweifel durch die verweigerte Mitarbeit der Zeugen

    Dafür: Nur ein Fotograf, keine Originaldateien öffentlich, Zeugen für Rückfragen nicht verfügbar.

    Dagegen: Maccabee hielt eine Fälschung nach Sichtung der Bilder für unwahrscheinlich.

    diskutiert

    Unbekanntes Flugobjekt

    Vertreten von: CEFAA-Analyst; Bruce Maccabee (bedingt)

    Dafür: Mehrere Zeugen, lange Beobachtungsdauer; Helligkeit an der Unterseite laut Analyst nicht durch Sonnenlicht erklärbar.

    Dagegen: Einzelmeinung eines Analysten, vom CEFAA-Leiter ausdrücklich relativiert; keine Primärdaten öffentlich.

    offen

    Widersprüche & offene Fragen

    • Aussage A: Presse 2015: Behörde stellt fest, das Objekt sei nicht menschengemacht (q2)

      Aussage B: CEFAA-Leiter 2014: nur Einschätzung eines einzelnen Analysten (q1)

      Die Schlagzeile von 2015 überzeichnet den Status; eine Gremienbewertung ist nicht belegt.

    • Aussage A: Objekt etwa eine Stunde beobachtet (q1, q2)

      Aussage B: nur wenige Fotos eines Zeugen öffentlich bekannt (q1)

      Bei langer Beobachtungsdauer wären mehr Aufnahmen zu erwarten; ob es weitere gibt, ist unklar.