20. September 2024, 20:27 UTC · Sperrgebiet „Raindrop“ am Luftwaffenstützpunkt Ain al-Asad · IQ
Wärmesignatur im Zielsensor bei Ain al-Asad (Irak, September 2024)
Zusammenfassung
Am 20. September 2024 gegen 19:30 UTC kalibrierte ein Flugzeug der 16th Special Operations Squadron der US Air Force im Sperrgebiet „Raindrop“ des irakischen Stützpunkts Ain al-Asad seine Bordwaffen und setzte danach auf Anforderung einen Lenkflugkörper vom Typ AGM-176 ein. Laut Einsatzbericht sahen Waffensystemoffizier und CSO zwischen Abschuss und Einschlag ein unbekanntes Objekt mit hoher Geschwindigkeit durch das Sensorbild fliegen. Es erzeugte in beiden Infrarotsensoren (MX-20 und MX-25) einen Linsenreflex, den die Besatzung als Hinweis auf eine starke Wärmequelle wertete; ob sich zuletzt ein Teil abtrennte, blieb offen. Die Besatzung stufte das Objekt als harmlos ein und sah es nicht wieder. Der im Oktober 2025 freigegebene Bericht erschien am 8. Mai 2026 in der ersten Freigabetranche des US-Kriegsministeriums – unter dem Titel „East China Sea, 2024“, obwohl er einen Einsatz der Operation Inherent Resolve im Irak beschreibt. Ein Video zu dem Vorfall ist nicht veröffentlicht.
Evidenzprofil
Einzelfaktoren zur Dokumentationslage mit Herleitung — bewusst ohne Gesamtwertung. Was fehlt, wird als Datenlücke benannt.
Aktenlage
falsch betitelt („East China Sea“); Flugzeugtyp, Rufzeichen und Feinkoordinaten geschwärzt
Herleitung: q1.
Datenlücke: Die Bewaffnung (105 mm, 30 mm, AGM-176) deutet auf ein Gunship hin – redaktionelle Einordnung, im Bericht geschwärzt.
Sensorik
Infrarot-Zielsensoren MX-20 und MX-25 mit Linsenreflex; kein Video veröffentlicht
Herleitung: q1.
Datenlücke: Höhe, Geschwindigkeit und Bahn des Objekts sind nicht angegeben.
Einsatzumfeld
laufender Waffeneinsatz mit Lasermarkierung; eigenes Flugzeug auf FL130, Kurs 096, 170 Knoten
Herleitung: q1, q3.
Zeugenlage
zwei Besatzungsmitglieder (Waffensystemoffizier, CSO); Meldender im Rang Captain
Herleitung: q1.
Datenlücke: Keine weiteren Zeugen; Dritte meldeten kein Luftfahrzeug.
Ablauf des Ereignisses
20. September 2024, 17:40 UTC
Ein Flugzeug der 16th Special Operations Squadron (Typ geschwärzt) startet vom Flugplatz mit der ICAO-Kennung OKAS zu einem bewaffneten Überwachungsflug im Rahmen der Operation Inherent Resolve. [1]
gegen 19:30 UTC
Das Flugzeug fliegt in das Sperrgebiet „Raindrop“ des Stützpunkts Ain al-Asad ein und kalibriert seine Waffen. Laut Bericht gibt es auf dem gesamten Einsatz 20 Schuss 105 mm, 101 Schuss 30 mm und einen AGM-176 ab. [1] [4]
gegen 20:25 bis 20:28 UTC
Nach einer Feueranforderung wird ein AGM-176 abgefeuert. Zwischen Abschuss und Einschlag sehen Waffensystemoffizier und CSO ein unbekanntes Objekt schnell durch die Sensoren fliegen; es erzeugt in MX-20 und MX-25 einen Infrarot-Linsenreflex. Die Besatzung hält die Lasermarkierung bis zum Einschlag. [1] [3]
unmittelbar danach
Das Objekt wird nicht wieder gesehen. Die Besatzung stuft es als harmlos und fest ein, seine Bahn wirkte vorbestimmt; Dritte meldeten kein weiteres Luftfahrzeug im Luftraum. Ob sich ein Teil abtrennte, ist laut Bericht unbekannt. [1]
20./21. September 2024
Um 23:23 UTC verlässt das Flugzeug das Einsatzgebiet und landet um 00:46 UTC wieder auf OKAS. [1]
24. Oktober 2025
Der Stabschef von USCENTCOM, Generalmajor Richard A. Harrison, gibt den Bericht frei; er wird zur Weitergabe an AARO genehmigt. [1]
8. Mai 2026
Das US-Kriegsministerium veröffentlicht den Bericht in der ersten Freigabetranche unter dem Titel „Mission Report, East China Sea, 2024“. [1] [2]
Ort
- Wärmesignatur im Zielsensor bei Ain al-Asad (Irak, September 2024)Sperrgebiet „Raindrop“ am Luftwaffenstützpunkt Ain al-Asad · 33.80, 42.44 (±25 km)
Beteiligte
Zeugen
Organisationen
Quellen & Medien
Zu diesem Fall sind noch keine Medien mit belastbarer Provenienz dokumentiert.
Quellenverzeichnis
- [1] Behördendokument DOW-UAP-D28, Mission Report, East China Sea, 2024 — USCENTCOM / 16th Special Operations Squadron (27th Special Operations Wing); veröffentlicht vom US Department of War, Einsatz 20./21.09.2024; freigegeben 24.10.2025; veröffentlicht 08.05.2026 · Primärbericht (MISREP) mit Zeitablauf, Flugdaten, Sensoren und UAP-Formular; Titel passt nicht zum Inhalt · war.gov lehnt automatisierte Abrufe ab (HTTP 403). Gelesen über die Wayback-Kopie vom 04.10.2026 (web.archive.org/web/20261004115751/…). Flugzeugtyp, Rufzeichen und genaue Koordinaten geschwärzt.abgerufen am 06.10.2026
- [2] Presse Pentagon unveils trove of declassified 'UFO' videos — Space.com (Mike Wall), übernommen von Yahoo News, 08.05.2026 · Bericht zur ersten Freigabe (161 Dateien, knapp 30 Videos); nennt irdische Ursachen wie Drohnen und Instrumentenfehler allgemein · Erwähnt den Bericht D28 nicht eigens; dient als Beleg für Datum und Umfang der ersten Freigabe.abgerufen am 06.10.2026
- [3] Presse AGM-176 Griffin — Wikipedia (englisch), abgerufen 06.10.2026 · Hintergrund zum Flugkörper: Laser-/GPS-Lenkung, Feststoff-Raketenmotor, Einsatz von AC-130J und MQ-9abgerufen am 06.10.2026
- [4] Presse Al Asad Airbase — Wikipedia (englisch), abgerufen 06.10.2026 · Lage des Stützpunkts (33°48′ N, 42°26′ O, al-Anbar) und US-Präsenz 2024abgerufen am 06.10.2026
- [5] Video DOW-UAP-PR102, Unresolved UAP Report, East China Sea, 2024 — All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) / DVIDS, veröffentlicht 10.07.2026 · Vergleich: tatsächliches „East China Sea“-Video von INDOPACOM ohne Bezug auf einen Einsatzberichtabgerufen am 06.10.2026
Erklärungsansätze
Konventionelle und ungeklärte Deutungen werden formal gleichrangig dokumentiert.
Eigener oder fremder Flugkörper im Sensorbild, etwa der eben abgefeuerte AGM-176
Vertreten von: redaktioneller Prüfansatz – keine veröffentlichte Analyse
Dafür: Das Objekt erschien zwischen Abschuss und Einschlag, war sehr schnell, stark wärmeabstrahlend und folgte einer scheinbar vorbestimmten Bahn; der Griffin hat einen Feststoff-Raketenmotor (q3).
Dagegen: Eine Waffenbesatzung dürfte ihre eigene Munition im Bild kennen und meldete dennoch ein UAP. Abschussart, Flugbahn und Blickrichtung des Sensors sind nicht veröffentlicht.
Anderes Luftfahrzeug oder Drohne
Vertreten von: redaktioneller Prüfansatz
Dafür: Der Stützpunkt Ain al-Asad war 2024 aktiv und von US-Kräften genutzt (q4); Luftverkehr im Umfeld ist zu erwarten.
Dagegen: Laut Bericht meldeten Dritte kein weiteres Luftfahrzeug im Luftraum (q1).
Nicht identifiziertes Objekt mit starker Wärmesignatur
Vertreten von: Besatzung durch die Meldung als UAP (q1)
Dafür: Linsenreflex in zwei Sensoren gleichzeitig, hohe Geschwindigkeit, ungeklärte mögliche Abtrennung.
Dagegen: Keine veröffentlichten Bilddaten; die Formularfelder zu Höhe, Geschwindigkeit und Bahn des Objekts sind leer.
Widersprüche & offene Fragen
Aussage A: Titel der Veröffentlichung: „Mission Report, East China Sea, 2024“ (q1)
Aussage B: Inhalt: Operation Inherent Resolve, USCENTCOM, Start und Landung OKAS, Sperrgebiet am Stützpunkt Ain al-Asad, MGRS-Zone 38S (q1)
Titel und Inhalt passen nicht zusammen; vermutlich eine Fehlbeschriftung bei der Veröffentlichung. Es gibt eigene „East China Sea“-Videos von INDOPACOM (q5), ein Bezug zu diesem Bericht ist nicht erkennbar.
Aussage A: Formular: physischer Zustand „Solid“ (q1)
Aussage B: Beschreibung: nur ein Linsenreflex, keine Angaben zu Form, Größe oder Farbe (q1)
Die Einstufung als fester Körper wird im Bericht nicht begründet.