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UAPpedia

August 1980 bis Januar 1981 (Depesche vom 4. Februar 1981) · Raum Khost (damals Provinz Paktia); weitere Meldeorte Ghazni, Gardez, Nuristan, Asadabad · AF

Großflächige Lichterscheinungen im Osten Afghanistans (1980–1981)

Status: nur diplomatisch gemeldet (US-Konsulat Peshawar, Botschaft Islamabad, 1981) — keine Untersuchung bekannt; Verfasser vermutet sowjetische Beleuchtungstechnik [1]Bearbeitungsstand: Redaktionell geprüftbehoerdenakteus-dokumentdiplomatische-depeschelichterscheinungkriegsgebietjournalisten

Zusammenfassung

Zwischen August 1980 und Januar 1981 berichteten Reisende, vor allem französische Journalisten und Abenteurer, von sehr hellen Lichtern, die große Teile des Nachthimmels über Ostafghanistan erhellten. Genannt werden Ghazni, Gardez, Nuristan, Asadabad in Kunar und die Umgebung der Garnison Khost. Das US-Konsulat in Peshawar fasste die Berichte im Februar 1981 zusammen, und die Botschaft in Islamabad leitete die vertrauliche Meldung unter dem Betreff „Close Encounters in Afghanistan“ an das State Department weiter. Ein NBC-Team schilderte ein lautloses, unbewegtes Licht südlich von Khost, ein französischer Fotograf eine scharf umrissene, halbkugelförmige Lichtglocke von mehreren Kilometern Durchmesser bei Asadabad. Der Verfasser der Depesche hielt die Berichte für glaubwürdig und vermutete eine neuartige Hochleistungsbeleuchtung der sowjetischen Armee zur Sicherung von Stützpunkten und Straßen. Eine amtliche Klärung ist nicht bekannt; die Depesche liegt heute im UAP-Bestand RG 615 des US-Nationalarchivs.

Evidenzprofil

Einzelfaktoren zur Dokumentationslage mit Herleitung — bewusst ohne Gesamtwertung. Was fehlt, wird als Datenlücke benannt.

Amtliche Bearbeitung

vertrauliche Lagemeldung des Konsulats, keine Folgeuntersuchung in RG 615

Herleitung: q1, q2.

Datenlücke: Ob es Folgedepeschen gab, ist unbekannt.

Bild- und Messmaterial

keine Fotos, Messungen oder Sensordaten überliefert

Herleitung: q1 erwähnt keine Aufnahmen.

Datenlücke: Ob der Fotograf Bilder machte, geht aus der Depesche nicht hervor.

Umfeld

Kriegsgebiet mit sowjetischen Garnisonen; Gefechtsfeldbeleuchtung war im Afghanistankrieg verbreitet

Herleitung: q1, q3.

Zeugenlage

Journalisten und Abenteurer, ein NBC-Team, ein französischer Fotograf; alles aus zweiter Hand über das Konsulat

Herleitung: q1.

Datenlücke: Keine eigenen Protokolle der Zeugen; die übrigen Reisenden bleiben namenlos.

Ablauf des Ereignisses

  1. August und September 1980

    Reisende melden aus Ghazni (August 1980), Gardez sowie Nuristan (September 1980) helle Lichter, die typischerweise ein Viertel des Himmels oder mehr erhellen und aus großer Entfernung sichtbar sind; die erhellte Fläche soll mehr als fünf Meilen (rund acht Kilometer) messen. [1]

  2. September 1980

    Ein französischer Fotograf sieht bei Asadabad (Kunar) eine scharf begrenzte, halbkugelförmige Lichtglocke von fünf bis zehn Kilometern Durchmesser. Das Licht ist nach seiner Schilderung kälter und weißer als Glühlampenlicht, erreicht sofort die größte Helligkeit, dehnt sich dann aus und verblasst nach rund 15 Minuten, ohne Geräusch. [1]

  3. um den 1. Januar 1981

    Ein NBC-Team sieht rund 19 Kilometer südlich der Garnison Khost ein Licht in voller Stärke. Es hält es zunächst für einen suchenden Hubschrauber, hört aber kein Motorgeräusch; das Licht bleibt mindestens 20 Minuten ortsfest sichtbar, während das Team das Gebiet verlässt. [1]

  4. einige Monate vor Februar 1981

    Über den Margalla-Bergen bei Islamabad sehen Diplomaten und andere eine nächtliche Lichterscheinung, über die die Presse berichtet. Das Konsulat hält sie für ein bewegtes Licht der klassischen UFO-Art und ohne Bezug zu Afghanistan. [1]

  5. 3. und 4. Februar 1981

    Am 3. Februar schildert der Fotograf seine Beobachtung; am 4. Februar meldet das Konsulat Peshawar die Berichte als vertraulich, die Botschaft Islamabad wiederholt die Meldung an das State Department und die Botschaft in Neu-Delhi. [1]

  6. 1997 bis 2026

    Laut Aktenmetadaten wurde die Depesche 1997 geprüft; 2016 wurde sie in der UFO-Literatur besprochen. Ein Freigabestempel des State Department trägt das Datum 10.12.2025, heute liegt sie im NARA-Bestand RG 615. [1] [2] [4]

Ort

Raum Khost (damals Provinz Paktia); weitere Meldeorte Ghazni, Gardez, Nuristan, Asadabad — vereinfachte Weltkarte (Natural Earth). Die interaktive Karte mit Zoom lädt nach Ihrer Zustimmung oben; alle Fallorte stehen zusätzlich als Liste bereit.

Beteiligte

Zeugen

Organisationen

    Quellen & Medien

    Medien

    ISLAMA 01515: Close Encounters in Afghanistan (04.02.1981)

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    Provenienz:
    catalog.archives.gov · US-Botschaft Islamabad / US-Konsulat Peshawar, Department of State (NARA RG 615) · Lizenz: Public Domain (Werk der US-Bundesregierung, 17 U.S.C. § 105)
    Urheber:
    US-Botschaft Islamabad / US-Konsulat Peshawar, Department of State (NARA RG 615)
    Lizenz:
    Public Domain (Werk der US-Bundesregierung, 17 U.S.C. § 105)
    Rechtestatus:
    lizenziert
    sha256:
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    View of Khost, Afghanistan
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    Wikimedia Commons · Laura Goodgame, U.S. Air Force · Lizenz: Public Domain (Werk der US Air Force; laut Commons-Dateiseite)
    Urheber:
    Laura Goodgame, U.S. Air Force
    Lizenz:
    Public Domain (Werk der US Air Force; laut Commons-Dateiseite)
    Rechtestatus:
    lizenziert
    sha256:
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    Quellenverzeichnis

    1. [1] Behördendokument 81 ISLAMABAD 1515: Close Encounters in Afghanistan — US-Botschaft Islamabad (Wiederholung der Meldung PESHAWAR 0047 des US-Konsulats Peshawar) an das State Department; NARA RG 615 (UAP Records Collection), NAID 608863156, 04.02.1981 (Freigabevermerk 10.12.2025) · Hauptquelle: Orte und Zeiträume, Schilderungen des NBC-Teams und des Fotografen, Einschätzung des Verfassers · Text über den lokalen Volltext (Schlüssel 059UAP00004_81_ISLAMABAD_1515.eml) gelesen. Zeugennamen bewusst nicht übernommen.
      abgerufen am 06.10.2026
    2. [2] Behördendokument Agency Provided Metadata, Übergaben TR-0615-2026-0001/-0002 (Department of State) — U.S. National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 615, 2026 (lokale Kopie vom 09.09.2026) · Aktenmetadaten: 3 Seiten, „Fully Released“, Prüfdatum 06.03.1997, Kennung C09000040 · Über die lokale CSV-Kopie gelesen (data/nara-rg615); Herkunft laut README die RG-615-Seite von archives.gov, diese selbst nicht geöffnet.
      abgerufen am 06.10.2026keine Online-Fundstelle hinterlegt
    3. [3] Literatur The Bear Went Over the Mountain: Soviet Combat Tactics in Afghanistan — Lester W. Grau (Übers. und Hrsg.), National Defense University Press, Washington, 1996 · Hintergrund: sowjetische Gefechtsfeldbeleuchtung in Afghanistan (Leuchtkörper, Fallschirmleuchtkörper, Artillerie-Leuchtgeschosse, Abwurfleuchtkörper) · Allgemeine Belege aus Erfahrungsberichten der Frunse-Akademie; kein Bezug auf die Orte und Daten der Depesche.
      abgerufen am 06.10.2026
    4. [4] Presse The Afghanistan UFO wave in 1980-81 — Nick Redfern (Mysterious Universe), Wiederveröffentlichung auf Sott.net, 01.03.2016 · ufologische Rezeption der Depesche; zeigt, dass das Dokument schon vor der Freigabe 2025 öffentlich bekannt war · Enthält keine weiteren Primärbelege, nur die Depesche selbst.
      abgerufen am 06.10.2026

    Erklärungsansätze

    Konventionelle und ungeklärte Deutungen werden formal gleichrangig dokumentiert.

    Neuartige Hochleistungsbeleuchtung der sowjetischen Armee

    Vertreten von: Verfasser der Depesche (US-Konsulat Peshawar, 1981)

    Dafür: Mehrere Berichte, einer davon nahe der Garnison Khost; die Zeugen fühlten sich von Stärke und Ausmaß des Lichts eingeschüchtert, was der Verfasser als mögliche Abschreckung deutet.

    Dagegen: Keine technische Beschreibung eines solchen Systems; in den gesichteten Quellen keine Bestätigung aus sowjetischen oder späteren Militärquellen.

    diskutiert

    Herkömmliche Gefechtsfeldbeleuchtung (Leuchtkörper, Artillerie-Leuchtgeschosse, Abwurfleuchtkörper)

    Vertreten von: vom Verfasser der Depesche als Gegenfrage gestellt; Einsatz solcher Mittel durch sowjetische Truppen in q3 belegt

    Dafür: Sowjetische Einheiten setzten in Afghanistan nachts regelmäßig Leucht- und Fallschirmleuchtkörper sowie Leuchtgeschosse ein, auch an Außenposten.

    Dagegen: Das NBC-Team schloss Fallschirmleuchtkörper aus, weil das Licht nicht driftete, es keine Explosion gab und es zu lange brannte; die Halbkugelform und die Ausdehnung beim Fotografen passen schlecht zu einem einzelnen Leuchtkörper.

    diskutiert

    An einem Ballon aufgehängte Lichtquelle

    Vertreten von: NBC-Produzent laut Depesche

    Dafür: Würde das ortsfeste, lautlose Licht in einigen hundert Fuß Höhe erklären.

    Dagegen: Kein Beleg für ein solches Gerät; der Fotograf hielt die Lichtquelle wegen der genauen Halbkugelform für bodengebunden.

    diskutiert

    Unbekanntes Luftphänomen (UFO-Deutung)

    Vertreten von: ufologische Rezeption (q4); die Depesche selbst spricht vom UFO-Anstrich der Geschichten

    Dafür: Die Berichte beschreiben ungewöhnlich große, lautlose Lichtflächen ohne erkennbare Quelle.

    Dagegen: Der Verfasser deutete die Berichte gerade nicht als UFO, sondern als Militärtechnik; die Zeugen beschreiben eher Beleuchtung als ein Objekt.

    diskutiert

    Widersprüche & offene Fragen

    • Aussage A: NBC-Team: Lichtquelle in der Luft, einige hundert Fuß hoch (q1, Abs. 7)

      Aussage B: Fotograf: Quelle am Boden, weil die Lichtglocke genau halbkugelförmig war (q1, Abs. 9)

      Zwei Beobachtungen an verschiedenen Orten und Tagen; ob dasselbe Phänomen vorlag, ist offen.

    • Aussage A: teils schmale, laser- oder scheinwerferartige Strahlen; teils sofortiges Ein- und Ausschalten

      Aussage B: überwiegend diffuses Licht; teils langsames An- und Abschwellen

      Die Depesche benennt diese Abweichungen selbst (Abs. 4); sie sprechen gegen eine einzige einheitliche Quelle.

    • Aussage A: Aktenmetadaten: Prüfdatum 06.03.1997 (q2)

      Aussage B: Freigabestempel vom 10.12.2025 (q1)

      Die Depesche war spätestens 2016 öffentlich bekannt (q4); der Stempel betrifft vermutlich die erneute Prüfung für RG 615.